1000 Kurse eine Schule, ist unser neues Motto!

Wie Sie bereits gelesen haben, bin ich in meiner Tätigkeit als Tour Coach, in der Welt unterwegs gewesen. Immer habe ich es geliebt, in anderen Ländern die Menschen und Kinder zu treffen, einfach, um zu sehen, wie andere Kulturen leben.

Von 2005-2015 arbeitete ich insgesamt 7 Jahre in Kapstadt, Südafrika. Wenn man in solchen Ländern wohnt, in denen Schulbildung nicht an der Tagesordung ist, sondern eher ein Privileg, stimmt das schon sehr nachdenklich. Durch einen Rotary Club in Kapstadt, bei dem eine sehr gute Freundin von mir Mitglied war, wurde ich zum ersten Mal, mit Township Schulen und deren Problemen, konfrontiert.
Damals hatte der Rotary Club für eine Schule, Schulmöbel aus Deutschland organisiert.
Der Schuldirektor erklärte mir, dass speziell in den Ferien, die Gewalt in den Familien, gegen die Kinder wieder ansteigt. Die Schule bedeutet für die Kinder, Bildung, regelmäßiges Essen und Trinken, noch wichtiger Schutz vor gewalttätigen Eltern (Kindervergewaltigungen sind in hohen Maße vorhanden). Dieser Satz, hat gesessen. Sofort, war mir klar in der Ferienzeit Tenniskurse anzubieten, damit die Kinder von der Straße kommen. Christine und ich organisierten Netze aus Staßenbändern, Schläger und Bälle vom Tennisverband Western Provinz und starteten am 1. Tag der Ferien mit 15 Kindern. Alle Kinder kamen nüchtern in den Unterricht, ohne Frühstück und Wasser. Einige klappten fast zusammen, so daß Christine los fuhr, um Brote und Wasserflaschen zu holen.
Das Ende vom Lied war, nach 3 Tagen Training, waren es plötzlich 60 Kinder, die speziell wegen dem Essen kamen. Für mich als Deutsche unvorstellbar, Christine kannte es als Normalzustand.

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Daraufhin gründeten wir eine eigene NGO „Balls4Dreams“ um Kindern über Tennis eine bessere Ausbildung zu ermöglichen. Wir selektierten, motivierte Kinder über Tennis aus und Rotary übernahm eine Patenschaft für ein Mentoring Programm.
Besonders stolz sind wir auf Clarance, der als 12 jähriger zu uns ins Tennis Training kam.
In der Schule fiel er auf, weil er sich sehr rüpelhaft gegenüber anderen Kindern verhalten hat.
Im Training war er plötzlich sehr bemüht, um den Sport zu erlernen. Eines Tages saß er ganz ruhig in der Ecke, völlig demotiviert und unkonzentriert.
Auf Ansprache rückte er allmählich heraus, daß ihn sein Vater umbringen wollte. Der gewalttätige Mann, wollte ihn erschlagen, weil er auf ihn einfach keine Lust mehr hatte. Er ist ihm gerade noch entkommen.

Völlig schockiert, mußten wir handeln; während ich das Training weiter führte, nahm Christine Clarance an die Hand, um dem Schuldirektor die Lage zu erklären. Der nahm ihn sofort aus der Familie, vorerst unter seine Obhut, später wurde er von seiner Oma aufgezogen.
Clarance kam von da an, jeden Tag ins Training, übernahm Trainingsaufgaben für neue und kleinere Kinder. Mit 14 Jahren wurde er als Co-Trainer ausgebildet, durfte beim Rotary Club Interact als Jugend Leader Kurse besuchen, um in der Grundschule andere Kinder für Aktionen zu motivieren. Durch die menschliche Wertschätzung die er  nach einer solchen, dramatischen Kinderzeit, erleben durfte, entwickelte er sich zu einem Leader in der Schule, im Township und in anderen relevanten Bereichen der Jugendförderung.
Was ich damit erzählen möchte ist, Banden in den Townships entstehen durch den Wunsch irgendwo dazu zugehören, eine Ersatzfamilie zu finden, anerkannt zu werden. Wenn Menschen nichts haben, den ganzen Tag keine sinnvolle Aufgabe erfüllen können, Gewalt erleben, Alkohol und Mißbrauch in allen Ebenen des Körpers, braucht man sich nicht zu wundern, das Kriminalität an der Tagesordnung steht. Angst Opfer zu werden, alleine dazustehen veranlassen viele, sich das für sie kleinere Übel, Bandenmitglied zu werdenzu entscheiden.

Das Deutsche Konsulat in Kapstadt hat die Netze und Schläger gesponsert. Der Bayerische Tennisverband Talentino  T-Shirts und über einen Armband Verkauf aus Südafrika, Geld für die Verpflegung der Kurse.

Clarance hätte sich fast in eine andere Richtung entwickelt, wenn er nicht zufällig zu unserem Schulprogramm Tennis dazugekommen wäre. Er war bereits auf dem Weg, gegenüber anderen Kindern gewalttätig zu werden, weil er es von zuhause nicht anders kannte.
Heute studiert er, finanziert durch ein Scholarship von Rotary, an der Uni Kapstadt Chemie. Erst vor kurzem, hat er Christine gefragt, ob wir Balls4Dreams nicht wieder aufleben lassen könnten. Für ihn hat es sein Leben verändert.
Im Raum Kapstadt sind sehr viele europäische NGOs unterwegs, die Schulen bauen, unterstützen und Kinder fördern.
Fliegen, Reisen und Helfen ist ein Motto, das mir aus der Seele spricht. Nur wegen der problematischen Aufenthaltsgenehmigungen in Südafrika, bin ich wieder zurück nach Europa. Trotzdem sind mir die Kinder nie aus dem Sinn gekommen. Stressfrei Fliegen und dabei helfen, steht dafür, Menschen die unter ihrem Stress, nicht nur beim Fliegen, leiden, in andere Kontinente zu bringen, um solche wichtigen Erfahrungen, die ein Leben prägen können zu machen. Es ist noch viel zu tun, Bildung ermöglicht es aus schwierigen Verhältnissen herauszukommen. Sport fördert den Fokus, sich durch eine Leidenschaft, für Ziele einzusetzen. Reisen bringt ein Grundverständnis für andere Kulturen, Lebensweisen und vor allem Lebenssituationen.
Diese Kombination aus Reisen, Schulprojekte fördern und Kindern eine Chance zu geben, ist für mich eine Lebensaufgabe, die mich erfüllt.
Aus diesem Grund, habe ich die Initiative 1000 Kurse 1 Schule ins Leben gerufen.
Hier werden Schulen in abgelegenen Gegenden, wo sonst kein Mensch einfach hinkommt gebaut und staatlich mit Lehrern unterstützt. Ein weiteres Projekt wird dann sein, die Lehrer vor Ort zu coachen, damit diese Kinder und Jugendliche optimal nach deren Fähigkeiten fördern können. Sportprogramme Fußball, Basketball und Tennis sind langfristig ebenso geplant.

Starten wir mit dem 1. Schritt – bauen wir die 1. Schule in Afrika.
Dafür benötigen wir rund 50.000 €. Pro Selbststudien Kurs der gekauft wird, gehen 50,00 € in das Schulprojekt.
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